Newsletter des BBEn e.V.
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Liebe Freund*innen der Bürgerenergie,

auch wenn noch keine Sitzungen im Bundestag stattfinden, heizen sich die Debatten auf und wir sprechen mit! 

In wenigen Tagen will die Wirtschaftsministerin den Entwurf ihres „Realitätschecks“ für die Energiewende vorlegen. Dieser droht, die Dach-Photovoltaik in Deutschland auszubremsen. Am 26.08. haben wir deshalb auf einer großen Pressekonferenz zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der Stadt Bonn und der Gemeinde Bakum sowie dem Bundesverband Steckersolar (BVSS) ein Zeichen gesetzt. Mehr dazu lest Ihr weiter unten im Newsletter. 

Zudem wird das Geschäftsmodell des Mieterstroms akut bedroht. Der BGH hat im Mai 2025 auf Grundlage eines zuvor ergangenen Urteils des EuGHs zur Kundenanlage entschieden. Betroffen sind neben der Bürgerenergie die Wohnungswirtschaft, das Gewerbe, die Industrie und die Kommunen. Diesen Akteur*innen haben wir uns angeschlossen und uns lautstark mit dem "Verbändeappell Kundenanlage" an die Bundesregierung gewandt. Auch das lest Ihr im Politikbereich.

Wie Ihr seht sind wir im Bündnis trotz Sommer(pause) aktiv wie eh und je. Wir danken Euch fürs Verbreiten und Lesen.

Euer Bündnis Bürgerenergie

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Neues aus dem Bündnis Bürgerenergie
Umfrage des BBEn und dem IÖW zur Zusammenarbeit in der Bürgerenergie

Damit Energiegemeinschaften in Deutschland wachsen und erfolgreich zusammenarbeiten können, brauchen wir Wissen aus der Praxis. Wie funktioniert die Kooperation zwischen Energiegemeinschaften? Welche Akteur*innen sind wichtig – und wo gibt es noch Hürden?

Das IÖW und das BBEn sammeln gemeinsam Antworten auf diese Fragen. Mit Deinen Erfahrungen hilfst Du, Strukturen und Netzwerke besser zu verstehen – und damit die Bürgerenergie wirksam weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse fließen in das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt CommunitE sowie in die wissenschaftliche Begleitung einer Austauschplattform der Deutschen Energie-Agentur zum Thema Energy Sharing ein.

Nimm Dir bitte 10 Minuten Zeit und trage aktiv dazu bei, die Bürgerenergie in Deutschland zu stärken. Als Dankeschön hast Du die Chance auf ein Ticket zum BBEn-Konvent 2026.

Zur Umfrage
 
PV-Strom auf Mehrfamilienhäusern: Kostenfreie Beratung für Bürgerenergiegemeinschaften

Ab Oktober 2025 unterstützen wir im Rahmen von CommunitE gemeinsam mit dem Netzwerk Energiewende Jetzt jeweils sechs Energiegemeinschaften aus Thüringen und Rheinland-Pfalz dabei, Angebote für das Geschäftsfeld PV-Strom auf Mehrfamilienhäusern zu entwickeln bzw. das Geschäftsfeld auszubauen.

Ihr möchtet:

  • die Energiewende voranbringen und Mehrfamilienhäuser dabei besonders in den Blick nehmen?
  • neue Geschäftsmodelle entwickeln und skalieren?
  • Eure Bürgerenergiegemeinschaft weiterentwickeln, um mehr Projekte umsetzen zu können?

Bewerbt Euch jetzt für unser Beratungsangebot!

Zwei Berater*innen begleiten Euch über einen Zeitraum von zwölf Monaten (Oktober 2025 bis September 2026) und unterstützen Euch dabei, Angebote für das Geschäftsfeld PV-Strom auf Mehrfamilienhäusern zu entwickeln bzw. das Geschäftsfeld auszubauen. Neben der fachlichen Beratung können die Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie sowie die Organisationsentwicklung und Professionalisierung Gegenstand der Beratung sein. Denn erfahrungsgemäß lohnen sich Geschäftsmodelle im Bereich Mehrfamilienhaus vor allem bei einer größeren Anzahl ähnlich gelagerter Projekte. Ziel sollte daher eine Skalierung des Geschäftsmodells sein, was entsprechende Kapazitäten und Strukturen voraussetzt. Die Inhalte und Themen, die für Euch am drängendsten sind, bestimmt Ihr mit den Berater*innen in einem individuellen Vorgespräch. 

Durch die Projektförderung ist die Beratung kostenfrei für die teilnehmenden Energiegemeinschaften.

Infos zur Bewerbung 
 
Neues aus der Bürgerenergie
„Turning policy into action“ - Infos zum Projekt EnTranC

Der Europäische Green Deal zielt darauf ab, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen
und gleichzeitig eine moderne, wettbewerbsfähige Wirtschaft zu schaffen. Diese für die Energiewende zu aktivieren, ist die zentrale Herausforderung und Ziel
des Projekts EnTranC. Der Name steht für „Energy Transition in Citizens‘ Hands“, also
Energiewende in Bürgerhand.

EnTranC ist das erste deutsche Projekt im Life CET PDA Programm (LIFE -
L'Instrument Financier pour l'Environnement, CET - Clean Energy Tranistion, PDA –
Project Development Assistance) und wurde zum 1.7.2025 gestartet. Partner sind die zwei Bürgerenergiegenossenschaften Sonnensegler eG (Koordinator des Projekts) und
Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF) sowie die Klimaagentur KLIMA3 der
beiden Landkreise Fürstenfeldbruck und Starnberg.

Für diese Landkreise werden insgesamt 157 Windkraftanlagen, 1030 Hektar PV
Anlagen und 10 geothermische Fernwärmenetze benötigt, um bilanziell die für die
Energiewende der beiden Landkreise erforderliche Energiemenge zu erzeugen.EnTranC soll hier als Initialzünder fungieren: Im Rahmen von EnTranC werden für die
beiden Landkreise Projekte im Bereich Erneuerbare Energien und regionale
Umsetzungskonzepte entwickelt.

Mit dem Projekt EnTranC wird aufgezeigt, wie die regionale
Energiewende funktionieren kann – mit echter Bürgerbeteiligung und innovativen
Finanzierungskonzepten. Die Konzepte werden in der „EnTranC-Toolbox“ gesammelt und sollen anderen Bürgerenergiegenossenschaften in Deutschland und Europa zur Verfügung gestellt werden, um die Erfahrungen aus dem Projekt für andere Regionen nutzbar zu machen.

Wenn Du Interesse an der Toolbox hast, schreib gern eine E-Mail an: entranc@sonnensegler.de.

Mehr über das EU Projekt 
 
Neues aus der Politik
Verbändebündnis für die Kundenanlage: Gemeinsamer Appell an die Bundesregierung

Zusammen mit dem DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer) und zahlreichen weiteren Verbänden, darunter BDI, VCI, VKU und DGRV, fordern wir die Bundesregierung in einem gemeinsamen Brief dazu auf, Rechtssicherheit für die Kundenanlage herzustellen, um das Geschäftsmodell Mieterstrom zu sichern.

Der Bundesgerichtshof hatte im Mai 2025 auf Grundlage eines vorangegangenen Urteils des EuGH entschieden, dass die Kundenanlage nicht EU-rechtskonform sei. Das Urteil sorgt für massive Verunsicherung für Mieterstromprojekte von Bürgerenergiegemeinschaften. Die Kundenanlage ist zentraler Bestandteil der netzentgeltbefreiten Direktbelieferung von Photovoltaik-Mieterstrom. Auch in zahlreichen anderen Bereichen sind Kundenanlagen üblich, wie z.B. bei kommunalen Gebäuden, öffentlichen Einrichtungen und Quartieren sowie generell bei Quartierskonzepten u.a. mit Wohnungseigentümergemeinschaften auch in Form von Einfamilienhäusern, und es drohen dieselben Konsequenzen wie bei der Wohnungswirtschaft, Wirtschaftsimmobilien und der Industrie. Deshalb appellieren wir an die Bundesregierung und die zuständigen Ministerien: Es braucht eine gesetzliche Lösung auf EU- und Bundesebene, um einen erheblichen Schaden von Unternehmen und Energiewende abzuwenden.

Zum Verbändeappell
 
Mitten in der Sommerpause – Angriff auf die Energiewende 

Mitten im Sommerloch forderte Wirtschaftsministerin Katharina Reiche einen Förder-Stopp für neue private Solaranlagen. Wir sagen: Falsche Debatte zur falschen Zeit. Nicht die Photovoltaik ist das Problem – sondern die fehlende Flexibilität im Energiesystem. 

Warum wir das so sehen, haben wir diese Woche in unserer Pressekonferenz deutlich gemacht. Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der Stadt Bonn, der Gemeinde Bakum sowie dem Bundesverband Steckersolar (BVSS) fordern wir von Ministerin Reiche ein klares Bekenntnis zur bürgernahen Energiewende. 

Denn es steht mehr auf dem Spiel: Neben der Debatte um die PV-Aufdachförderung steht auch die Veröffentlichung des „Realitätschecks“ für die Energiewende bevor. Dieses Papier könnte dazu genutzt werden, die Dach-Photovoltaik systematisch auszubremsen – mit der Folge, dass unzählige Dächer in deutschen Städten leer blieben. 

Dabei brauchen wir genau das Gegenteil: mehr Photovoltaik in den Städten. Dort sind die Netze aufnahmefähig, Solarstrom wird direkt vor Ort verbraucht – ohne zusätzliche Flächenversiegelung. Private Aufdachanlagen sind Anlagen ohne Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung und machen die Energiewende sichtbar. 

Warum PV unverzichtbar ist, haben wir in unserem Papier „10 Gründe für PV-Aufdachanlagen als zentrales Element der Energiewende“ zusammengefasst. 

Die Parlamentsphase hat für uns also bereits begonnen – nicht mit Detailarbeit an Paragrafen, sondern mit der Verteidigung der Energiewende. 

Zur Pressemitteilung
 
Neues von ViBE

Entdecke das Potenzial Deiner Bürgerenergiegemeinschaft!

Mach den Check für Deine Bürgerenergiegemeinschaft! Das ViBE Beratungsnetzwerk bietet mit dem Online-Selbstcheck ein Analysetool für Bürgerenergiegemeinschaften (BEG). Wie hoch ist Eure Veränderungsbereitschaft? Gibt es eine Strategie und konkret messebare Ziele? Welche Ressourcen und Kompetenzen sind in Eurer BEG vorhanden? Habt Ihr ein klares Profil?  

Der kostenlose und unverbindliche Selbstcheck steht allen zur Verfügung, die herausfinden möchten, wo ihre Bürgerenergiegemeinschaft aktuell steht, und fragt wesentliche Eckpunkte ab. Das Ausfüllen dauert nur wenige Minuten. Nutzende erhalten eine erste Einschätzung und eine Aufschlüsslung über gut laufende Bereiche und mögliche Ansatzpunkte zur Verbesserung. Das Ergebnis kann auch als PDF heruntergeladen und als Gesprächsaufhänger in das nächste Treffen der Energiegemeinschaft mitgenommen werden. Darüber hinaus könnt Ihr ein Expert*innengespräch mit unseren ViBE-Berater*innen über das Ergebnis des Selbstchecks vereinbaren. In diesem könnt ihr weitere Potenziale identifizieren und mögliche Lösungswege besprechen, wie Ihr diese entfalten könnt. 

Bei Fragen zum Selbstcheck oder zu unserem Beratungsangebot, meldet Euch gerne bei uns - per E-Mail: beratung@vibe-beratung.de

Zum Selbstcheck
 
Veranstaltungen, Seminare und mehr
22. - 23.09.2025 | Stadtwerke-Konferenz 2025

Am 22. und 23. September 2025 veranstaltet EUROSOLAR e.V. in Kooperation mit den Hamburger Energiewerken die jährlich stattfindende Stadtwerke-Konferenz.

Im Zentrum der zweitägigen Fachveranstaltung stehen die Chancen und Herausforderungen für Stadtwerke als maßgebliche Akteure der lokalen und regionalen Energiewende.

Info und Anmeldung
13.10.25 | 16:00 - 17:30 Uhr | Informationsveranstaltung: BürgerLadenetz: Ladesäulen in Bürgerhand

Sie planen den Bau Ladesäulen oder möchten in das Geschäftsfeld einsteigen? Das BürgerLadenetz der Bürgerwerke und Inselwerke bietet genossenschaftliche Unterstützung beim Aufbau öffentlicher Ladepunkte. So können Ihre Kund*innen 100% Ökostrom laden, die Energiewende in der Region unterstützen und Sie haben die Möglichkeit, Ihre Genossenschaft in der Region bekannter zu machen.

Jetzt zur kostenlosen Online-Infoveranstaltung anmelden und mehr über die Kooperationsmöglichkeiten im BürgerLadenetz und die Mitgliedschaft im genossenschaftlichen Verbund der Bürgerwerke erfahren!

Zur Anmeldung
 
BBEn unterstützen

Geschäftsführer*in im Landesnetzwerk der Energiegenossenschaften

Sie suchen eine sinnstiftende Tätigkeit im Bereich Energiewende und Klimaschutz? Dann jetzt bewerben.

Ab 01.01.26 | 30h (m/w/d) 

Zur Stellenausschreibung

Du willst nicht nur über die Energiewende reden, sondern sie wirklich voranbringen? Bei uns gestaltest Du Energiepolitik mit Sinn. Ob in der politischen Debatte, im Netzwerk oder in spannenden Projekten: Deine Ideen zählen, Deine Stimme macht den Unterschied.

Teilzeit 50 – 75%

Zur Stellenausschreibung
 
Komm und engagiere Dich!

Das Bündnis Bürgerenergie e.V. versteht sich als eine offene Plattform für alle Bürgerenergie-Akteur*innen und diejenigen, denen eine klimafreundliche, dezentrale und demokratische Energieversorgung am Herzen liegt - als Verbraucher*innen, Produzent*innen, Engagierte oder Interessierte. Wir laden alle Bürgerenergie-Akteur*innen und Mitstreiter*innen dazu ein, sich mit uns gemeinsam für die Stärkung einer demokratischen, dezentralen Energieversorgung einzusetzen und Mitglied im Verein zu werden.

Mitglied werden
 
Danke für Deine Unterstützung

Gerade in Zeiten des politischen Umbruchs ist der Einsatz des BBEn für die Bürgerenergie besonders wichtig. Um unsere politische Arbeit in der Anfangszeit der neuen Regierung zu unterstützen, freuen wir uns über Deine Spende.

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