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Liebe Freundinnen und Freunde der Bürgerenergie,

das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu. Und doch musste im Bundestag am Ende nochmal alles ganz schnell gehen. Nicht einmal einen Monat nach Veröffentlichung des Referentenentwurfs wurde das so genannte Energiesammelgesetz am 30. November in zweiter und dritter Lesung durch den Bundestag gepeitscht. Der Bundesrat bestätigte es am 14. Dezember. Es enthält keinerlei Plan zur Erreichung der Ausbauziele der Bundesregierung, aber mindestens genauso schlimm ist der frontale Angriff auf die dezentrale Energiewende. Der Ausbau-Deckel für die Solarenergie, der Mitte 2020 erreicht sein könnte, bleibt bestehen. Und allen Projekten, die bis dahin noch gebaut werden sollen, werden mal wieder Steine in den Weg gelegt. Die Kürzungen für Solaranlagen zwischen 40 und 750 kW sind zwar gegenüber dem ersten Entwurf minimal abgemildert, aber die Begründung der Kürzung basiert nach wie vor auf einer falschen Interpretation des EU-Beihilferechts und zu allem Überfluss auf komplett unrealistischen Berechnungen, weshalb der wissenschaftliche Dienst des Bundestags die Gesetzesbegründung derzeit einer kritischen Überprüfung unterzieht. Im Jahr 2019 bleibt also viel zu tun. Wir brauchen einen dezentralen Gegenentwurf zur zentralistischen Energiepolitik der Regierung. Und wir brauchen eine Kampagne zur Stärkung der Solarenergie. Wir sind entschlossen, dies gemeinsam mit Ihnen anzugehen. Möchten Sie uns bei Entwurf und Umsetzung der Kampagne helfen? Dann tragen Sie sich gerne in unseren Kampagnen-Verteiler ein. Und bis es 2019 dann mit frischem Elan losgeht, wünschen wir Ihnen eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihr Bündnis Bürgerenergie

P.S. Auch 2019 ist unsere wichtigste Veranstaltung der Bürgerenergie-Konvent VOLLER ENERGIE. Merken Sie sich jetzt den Termin am 10. und 11. Mai 2019 in Mannheim vor.

 

http://com.buendnis-buergerenergie.de/wp-content/plugins/files/civicrm/persist/contribute/images/BBEn_Logo_pacman_NL.png Neues aus dem Bündnis Bürgerenergie

Rückblick auf erfolgreichen Bürgerenergie-Konvent

Wie sieht er aus, der Energiemarkt der Zukunft? Was sind die Vorteile eines konsequent dezentralen Energiesystems? Was kann das Recht auf Eigenversorgung in der Erneuerbaren-Energie-Richtlinie der EU für deutsches Recht bedeuten? Dies waren einige Fragen, denen sich am 23. und 24. November 2018 rund 130 Bürgerenergie-Aktive in Wittenberg widmeten. In Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops ging es um aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Bürgerenergie.
Der politische Rahmen zeigte sich zwiespältig. Hier die Bundesregierung mit der Hauruck-Kürzung der Einspeisevergütung, dort das positive Signal aus Brüssel mit der Anerkennung der Bürgerenergie auf EU-Ebene und dem Recht auf Eigenversorgung.
„Es braucht eine Entfesselung der Erneuerbaren Energien, um die Erderwärmung aufzuhalten“, forderte Prof. Dr. Volker Quaschning. „Wir müssen bis 2040 klimaneutral werden und aufhören mit der Alibiwende“, so Quaschning kämpferisch, „und die Dächer mit Photovoltaik voll machen.“
Am Samstag stand die Wahl neuer Mitglieder des Rats für Bürgerenergie, des fachlichen Beirates des BBEn, auf dem Programm. Gewählt bzw. wieder gewählt wurden Beate Petersen, Daniel Knoll, Volker Quaschning, Claudia Kemfert, Susanne Jung und Sarah Berberich.
Auf der BBEn-Website finden Sie die Vorträge der Referenten, Präsentationen und Dokumentationen der Workshops – und natürlich Impressionen des sehr produktiven Miteinanders.


Bürgerenergieprojekt des Jahres 2018: Das sind die Gewinner

HEG Heidelberger Energiegenossenschaft eG, pro regionale energie eG und Solar Powers e.V.: das sind die diesjährigen Gewinner des Wettbewerbs „Bürgerenergieprojekt des Jahres“ des BBEn. Auf dem Bürgerenergie-Konvent in Wittenberg haben Beate Petersen und Dominique Saad stellvertretend für die Jury die drei Gesellschaften ausgezeichnet. Alle Gewinner erhalten eine Beratung, damit sie ihre neuen Ideen erfolgreich auf den Weg bringen können. Lesen Sie mehr über die Gewinner.

Laura Zöckler (HEG Heidelberger Energiegenossenschaft eG), Ulrich Hahn (pro regionale energie eG) und Jan Reuter (Solar Powers e.V.) mit den Urkunden

Laura Zöckler (HEG Heidelberger Energiegenossenschaft eG), Ulrich Hahn (pro regionale energie eG) und Jan Reuter (Solar Powers e.V.) mit den Urkunden


Neue Richtlinie der EU stärkt Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien

Mit der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie hat die Europäische Union das Recht auf erneuerbare Eigenversorgung europaweit verankert. Dies öffnet die historische Chance, dass Verbraucher zu aktiven Eigenversorgern werden können. Dafür muss die Richtlinie im deutschen Energierecht umgesetzt werden, so eine Stellungnahme des Energierechtlers Dr. Philipp Boos im Auftrag des Bündnis Bürgerenergie. So müsse die EE-Eigenversorgung aus Anlagen mit einer Leistung unter 30 Kilowatt von allen Abgaben, Umlagen und Gebühren freigestellt werden, sofern für die Anlage keine Förderung nach dem EEG oder KWKG in Anspruch genommen wird. Lesen Sie die Pressemitteilung des BBEn.
Hier können Sie die rechtliche Stellungnahme als Ganzes herunterladen.


Frisch erschienen: Bericht des BBEn 2018 „Regionale Entwicklung mit Bürgerenergie“

Der Bericht stellt systematisch dar, welche Vorteile Bürgerenergieprojekte für die regionale Entwicklung haben. Das bürgerschaftliche Energie-Engagement erhöht nicht nur die Akteursvielfalt, sondern ist eine gänzlich alternative Herangehensweise an wirtschaftliche Projekte. Doch Bürgerenergie braucht faire Rahmenbedingungen. Wie sich diese entwickelt haben und was die zukünftigen EU-Vorgaben der Bürgerenergie bringen können, ist Inhalt des Berichtes. Hier gibt es den Bericht „Regionale Entwicklung mit Bürgerenergie“ als kostenfreien Download.

 

http://com.buendnis-buergerenergie.de/wp-content/plugins/files/civicrm/persist/contribute/images/BBEn_Logo_pacman_NL.png Neues aus der Bürgerenergie

Greenpeace Energy will RWE-Braunkohlesparte übernehmen und durch Erneuerbare ersetzen

Erneuerbare statt klimaschädlicher Kohle. Der Plan ist ambitioniert: Greenpeace Energy will die Braunkohle-Tagebaue und -Kraftwerke von RWE im Rheinischen Revier ab 2020 stufenweise übernehmen und bis 2025 stilllegen. Dafür sollen auf den ehemaligen Tagebauflächen Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 8,2 Gigawatt entstehen. Die so genannte ReinRevierWende soll in einem Bürgerenergie-Konzept umgesetzt werden.
Weitere Informationen gibt es auf www.reinrevierwende.de.


Energiewende-Fakten im Bürgerenergie-Adventskalender

Fakten zum Klimawandel sowie Chancen durch Energiewende und Bürgerenergie. Diverse Akteure haben zu diesen Themen einen Erneuerbare-Energie-Adventskalender gestartet: Beate Petersen, Sprecherin des Rates für Bürgerenergie, die Freunde von Prokon eV, das BBEn und andere. Schauen Sie rein und verbreiten Sie den Link über Ihre Kanäle.

 

http://com.buendnis-buergerenergie.de/wp-content/plugins/files/civicrm/persist/contribute/images/BBEn_Logo_pacman_NL.png  Aus der Praxis der Bürgerenergie

Modellprojekt Intelligente Bürgerenergie

Gemeinsam mit Bürgern aus Schönau und weiteren Gemeinden entwickeln die EWS Elektrizitätswerke Schönau eG eine dezentrale Versorgungsgemeinschaft aus Stromerzeugern und -verbrauchern. Das Modell soll zeigen, wie sich diese Gemeinschaft mit Photovoltaikanlagen von Bürgern, umweltverträglichen Batteriespeichern, hocheffizienten Blockheizkraftwerken, intelligenten Messsystemen und einer hochmodernen Steuerungssoftware realisieren lässt. Die Schönauer Stromrebellen wollen mit dem Projekt neue Wege für die Bürgerenergie jenseits des EEG gehen.


 

http://com.buendnis-buergerenergie.de/wp-content/plugins/files/civicrm/persist/contribute/images/BBEn_Logo_pacman_NL.png Veranstaltungen

Praxiswerkstatt Ladenetz in Bürgerhand, 25. Januar 2019 in Stuttgart

Die Elektromobilität wird in den nächsten Jahren an Fahrt aufnehmen. Für die Verkehrswende bedarf es einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Nur wenn die Ladestationen mit Ökostrom versorgt werden, wird die Wirkung auf die CO2-Bilanz positiv sein. Bürgerenergiegenossenschaften, Klimaschutzmanager, Kommunen und lokale Standortpartner können den Ausbau eines umweltfreundlichen E-Ladenetzes voranbringen. Bei der Errichtung von Ladestationen sind technische, rechtliche und soziale Aspekte zu beachten, um den Nutzern ein dauerhaft zuverlässiges und angenehmes Laden zu ermöglichen. Das ist Thema der Praxiswerkstatt unseres Mitglieds Netzwerk Energiewende Jetzt e.V. Das BBEn ist Kooperationspartner und für BBEn-Mitglieder gilt ein ermäßigter Teilnahmebeitrag. Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

8. Kongress Energieautonome Kommunen, 7.-8. Februar 2019 in Freiburg – Rabatt für Mitglieder des BBEn

Der Kongress bietet Praxisforen und Vertiefungsworkshops zu sechs „Energiewendethemen“, die kommunal besonders bedeutsam sind: Die Energiewende, die Akteurswende, die Effizienzwende, die Mobilitätswende, die Stromwende und die Wärmewende. Programmschwerpunkt ist in diesem Jahr das Thema „Klimagerechte Stadtentwicklung“.
Als Mitglied des Bündnis Bürgerenergie erhalten Sie einen Rabatt von zehn Prozent auf die Teilnahmegebühren. Fragen Sie gern die MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle nach dem Rabatt-Code! Weitere Details zum Programm finden Sie hier: https://www.energieautonome-kommunen.de/

Save the date: Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende und Jahresempfang 2019

Am 19. Februar 2019 veranstaltet der DGRV in Berlin den nächsten Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende. Themen sind u.a. die europäischen Regelungen aus dem Legislativpaket „Saubere Energie für alle Europäer“ und insbesondere die nationale Umsetzung der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie. Zudem wird über neue Impulse für genossenschaftliche Wärmeprojekte und Fragen der CO2-Emissionen im Gebäude-, Strom- und Wärmesektor diskutiert. Zur Kurznews hier klicken.

 

Herausgeber:

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